33 – Der scharlachrote Fleck muss getilgt werden

Nach den Ereignissen ruhen sich die Helden zunächst in der Mädchenschule aus. Ein Traumstein sorgt jedoch für seltsame Träume, in deren Mittelpunkt Polly zu stehen scheint: Ihr wachsen echsenartige Flügel und sie speit einen golden-rötlichen Feuerstrahl über die anderen Helden!

Am nächsten Morgen beschließen die Helden, die beiden Gefangenen zu befragen, um mehr über die Triade zu erfahren. Dabei finden sie heraus, dass sich diese im sogenannten „Tanessen-Turm“ versteckt, der auf dem Gelände der Alabasterakademie steht.

Die Helden sondieren vor Ort die Lage und beschließen, es über den Vordereingang zu versuchen. Im Inneren ist alles ausgeräumt und leer oder befindet sich in verschiedenen, zum Stillstand gekommenen Stadien der Bautätigkeit. Erst im fünften Stock treffen sie auf die ersten Gegner der Triade, die gegen die gerüsteten Helden jedoch keine Chance haben.

Auch im nächsten Stockwerk bleiben die Helden siegreich. Dort patrouillieren wandelnde Holzkonstrukte, deren Gehirne in Glasschüsseln stecken. So kämpfen sich die Helden bis zur Spitze des Turms vor und können dort Hafenarbeiter befreien, die für eine mögliche Verschiffung gefangen gehalten werden.

Alle gefundenen Informationen deuten schließlich auf ein Bergwerk im Osten hin.

Der große Historiker und Geschichtenerzähler Taro von Geminikus weiß von den Geschehnissen später zu berichten:

„Ein schweres, betretenes Schweigen legt sich über die oberste Etage des Tanessen-Turms.
Ihr Atem kam stoßweise, der Kampf, den sie gerade bestritten hatten, hat sie an Ihre Grenzen gebracht.
Wo eben noch die diabolischen Runen des Beschwörers Barushak sein Labor erleuchteten, ist es wieder dunkel geworden.
Der Gestank von Feuer und Schwefel verpestete die Luft.

Die Ketten der Velstrac hatten Ihnen schreckliche Wunden verursacht.
Der bocksköpfige Dämon mit dem brennenden Schwert hätte Polly fast niedergetrampelt.
Die Tentakel des Daimons wollten Elashor seiner arkanen Macht berauben.
In all dem Chaos ließ die Magie der Zauberwirker brennenden Pfeile durch den Turm fliegen.
Aus Ionas Brustpanzer floss bedenklich viel Blut.

Doch ein gewaltiger Blitz aus den Händen von Angrat läutete die Wende ein.
Der erste Dämonologe ging tödlich getroffen zu Boden.
Rodrigos geschickte Imbroccata, gefolgt von einer Rovescio brachte den zweiten zu Fall.
Mit einem spöttischem Lächeln und einem letzten Blick voller Verachtung, trat Barushak im letzten Moment vor seiner Niederlage durch ein magisches Tor.
In einem grellen, purpurnen Blitz fiel dieses Portal in sich zusammen.

Er entkam – verletzt, gedemütigt, aber am Leben.
Sein Entkommen hinterließ einen bitteren Nachgeschmack in Ihren Mündern.
Doch der Preis, den die Scharlachrote Triade an diesem Tag gezahlt hatte, ist hoch.
In den umliegenden Zellen konnten Sie die Schluchzer der gefangenen Dockarbeiter hören.

Laria Longroad, die Anführerin des Bellflower-Netzwerks, lehnte erschöpft an einem Türrahmen.
Sie blickte zu den Helden herüber und atmete tief durch.
Der Schatten des Terrors und der Sklaverei, den die Triade über Kintargo legen wollte, war gelüftet.
Die Gerüchte über nidalesische Invasionen werden verblassen.
Die Trugbilder des alten Tyrannen Barzillai Thrune werden niemanden mehr in Angst und Schrecken versetzen.

Als die Helden Barushaks hinterlassene Notizen durchsehen, wird Ihnen klar: Das war nur das Vorspiel.
Die Wurzel des Übels – die skrupellose Kholo-Anführerin Laslunn – befind sich bereits auf dem Weg in die Menador-Berge,
und Barushak war unterwegs, sie zu warnen…“